Die Jüdischen Kulturtage München präsentieren im Herbst 2026 ein Jubiläumsprogramm mit Konzerten, Lesungen, Filmgesprächen, Kunst und Diskussionen
Die 40. Jüdischen Kulturtage München finden im Herbst 2026 an verschiedenen Kulturorten statt.

40. Jüdische Kulturtage München

Seit 40 Jahren setzen die Jüdischen Kulturtage München ein Highlight im Münchner Kulturherbst und geben Einblicke in die Vielfalt und den Reichtum der jüdischen Kultur und Tradition. Für das Programm 2026 konnte die Gesellschaft zur Förderung Jüdischer Kultur und Tradition e. V. München renommierte Vertreter der internationalen Kulturszene für einen Beitrag zu diesem Festival jüdischen Lebens gewinnen.

So setzt das Kulturfest in unserer Münchner Stadtgesellschaft ein festes Zeichen der Verbundenheit und Solidarität mit dem jüdischen Leben in unserer Stadt und gegen Antisemitismus.

Programmhöhepunkte im Überblick:

Jüdische Kulturtage München 2026, Programm der 40. Jüdischen Kulturtage München 2026, TT_10_26_Jued_Kulturtage_TItel+40_LP_940

Eröffnungsfestakt „Gemeinsam im Klang der Kultur“
Konzert: Kantor Chaim Stern, Münchner Rundfunkorchester mit Dirigent Tomer Adaddi
Literarische Lesung: Sunnyi Melles

Unter der Schirmherrschaft von Dominik Krause, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München

29. Oktober 2026 | 19.30 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr)
Cuvilliés Theater München, Residenzstraße 1, 80539 München

Seit 40 Jahren präsentiert die Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition unter dem Vorsitz von Judith Epstein mit den Jüdischen Kulturtagen ein Highlight im Münchner Kulturherbst und gibt Einblicke in die Vielfalt und den Reichtum der jüdischen Kultur und Tradition. Für das Jubiläums-Programm 2026 konnten erneut renommierte Vertreter der jüdischen und Münchner Kulturszene für einen Beitrag zu diesem Festival jüdischen Lebens gewonnen werden. So setzt das Kulturfest in unserer Münchner Stadtgesellschaft unter dem Motto „Gemeinsam im Klang der Kultur“ ein festes Zeichen der Verbundenheit und Toleranz mit dem jüdischen Leben in unserer Stadt und gegen Antisemitismus.

Ehrengast: Karin Baumüller-Söder

Begrüßung: Judith Epstein, Vorsitzende der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition e. V. 

Grußworte: Georg Eisenreich, MdL, Staatsminister a. D., Dominik Krause, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München, Dr. h. c. mult. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (angefragt)

Moderation: Gil Bachrach, Vorstandsmitglied Gesellschaft zur Förderung Jüdischer Kultur und Traditionen e. V.

Musik: Münchner Rundfunkorchester unter Leitung von Dirigent Tomer Adaddi

„Von Jerusalem bis München“: Potpourri jüdischer & chassidischer Melodien


Jüdische Kulturtage München 2026, Block 10_BildkachelBLOCK 10 – FILMSCREENING & ARTIST TALK
Mit der Holocaust-Überlebenden Eva Umlauf, Produzentin/Autorin Dr. Alice Brauner und Regisseur Marcus O. Rosenmüller

10. November 2026 | 19.00 Uhr
Hochschule für Fernsehen und Film München, Audimax, Bernd-Eichinger-Platz 1, 80333 München

 Der Film „Block 10“ widmet sich einem der dunkelsten Kapitel der NS-Medizingeschichte. Im Konzentrationslager Auschwitz wurde 1943 der sogenannte Block 10 als Ort medizinischer Experimente an jüdischen Frauen eingerichtet. Hunderte Frauen wurden dort Opfer menschenverachtender und brutaler medizinischer Versuche. Der Film macht die Geschichte dieses Ortes und das Schicksal der Frauen sichtbar und schafft Raum für Erinnerung, Verantwortung und die Bedeutung des Gedenkens. In den Hauptrollen: Christian Berkel, Axel Prahl, Moritz Führmann, Johannes Zirner und Bibiana Beglau.

Begrüßung: Judith Epstein, Vorsitzende der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition e. V., Prof. Dr. C. Bernd Sucher, Vorstandsvorsitzender & Gemeinderat Liberale Jüdische Gemeinde München e.V., Daniel Sponsel, Präsident Hochschule für Film und Fernsehen München
Grußworte: Mona Fuchs, 2. Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München und Marek Wiechers, Kulturreferent der Landeshauptstadt München

Filmtalk: Alice Brauner, Drehbuchautorin und Produzentin von „Block 10“, Marcus O. Rosenmüller, Regisseur von „Block 10“ und Ehrengast Eva Umlauf, Überlebende des KZ Auschwitz
Moderation: Adrian Prechtel, stellvertretender Leiter der Kulturredaktion der Abendzeitung

In Kooperation mit Liberale jüdische Gemeinde München Beth Shalom e.V.

Eintritt: kostenlos
Anmeldung:
info@juedischekulturmuenchen.de

Die Teilnahme ist nur mit schriftlicher Rückbestätigung möglich.


TT_10_26_Jued_Kulturtage_Kulturtage_Talk_Bildkachel_LP_660Antisemitismus in den Medien
Kulturtage-Talk

15. November 2026 | 16.00 Uhr
Literaturhaus München, Salvatorplatz 1, 80333 München

Moderation: Gil Bachrach, Journalist, TV-Produzent und Vorstandsmitglied der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition e. V.

Im Gespräch: Phillipp Peyman Engel, Chefredakteur Jüdische Allgemeine Zeitung, Sascha Chaimowicz, Chefredakteur ZEIT Magazin, Dorothea Schupelius, Stellv. Politikchefin Welt TV, Jan Fleischhauer, Journalist, Kolumnist und Autor (u.a. für Spiegel & Focus)

Wie wird jüdisches Leben in Deutschland heute in den Medien dargestellt? Welche Rolle spielen Sprache, Bilder und Berichterstattung bei der Wahrnehmung von Jüdinnen und Juden – und wo beginnt die Reproduktion antisemitischer Stereotype? Beim Kulturtage-Talk diskutieren Medienschaffende über die Verantwortung der Medien, den Umgang mit antisemitischen Narrativen und den Einfluss sozialer Medien auf öffentliche Debatten. Dabei geht es um unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven sowie um die Frage: Wie kann eine differenzierte, verantwortungsvolle und respektvolle Berichterstattung über jüdisches Leben gelingen?

Eintritt: 9 € / 5 €, für Schüler, Studierende, Rentner 

Tickets: www.muenchenticket.de


TT_10_26_Jued_Kulturtage_Denkraum_Bild_LP_400DENKRAUM DEUTSCHLAND – Ausstellungseröffnung „TABU. Kunst, Gesellschaft und Verdrängung“
Mit Beiträgen von 20 Künstler*innen, u. a. Jan Kuck

22. November 2026 | 12.00 Uhr
Pinakothek der Moderne, Barer Straße 40, 80333 München

Unter dem Titel „TABU. Kunst, Gesellschaft und Verdrängung“ widmet sich der DENKRAUM DEUTSCHLAND 2026 einem der herausforderndsten Themenkomplexe des gesellschaftlichen Miteinanders. 20 Künstler*innen, die sich mit Religion, Rassismus, psychischer Gesundheit, Krankheit und Tod sowie weiteren gesellschaftlichen Tabus auseinandersetzen, treten sowohl mit Expert*innen unterschiedlichster Fachrichtungen als auch mit dem Publikum in den Dialog. Die Ausstellung wird in der Pinakothek der Moderne bis zum 13. Dezember 2026 gezeigt.

Der Beitrag von Jan Kuck für den DENKRAUM DEUTSCHLAND wird unterstützt vom C.H.BECK Verlag, der Ilse Blank-Metzger-Hesselberger Stiftung, dem Förderverein und Freundeskreis NS-Dokumentationszentrum München e. V. sowie von Susanne Zehm.

Es sprechen: Prof. Dr. Angelika Nollert, Direktorin Die Neue Sammlung, Miro Craemer, Kurator und Schirmherr des DENKRAUM DEUTSCHLAND 2026, Judith Epstein, Vorsitzende der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition e. V., Dr. Christine Burger-Disselkamp, EY

Anmeldung: info@juedischekulturmuenchen.de


TT_10_26_Jued_Kulturtage_Klangreise_Bildkachel_LP_600Klangreise zwischen Erinnerung und Zukunft

Ein musikalisch-literarischer Abend mit Christina Biwank, Anne Schätz und C. Bernd Sucher

24. November 2026 | 19.30 Uhr
Gasteig HP8, Saal X, Hans-Preißinger-Straße 8, 81379 München

Begrüßung: Judith Epstein, Vorsitzende der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition e. V. & Prof. Dr. C. Bernd Sucher, Vorstandsvorsitzender & Gemeinderat Liberale Jüdische Gemeinde München Beth Shalom e.V.

Grußwort: Dr. Ludwig Spaenle, Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe

Ein besonderes Kammerkonzert: Die Solobratschistin der Dresdner Philharmoniker Christina Biwank und die Münchner Pianistin Anne Schätz spielen Werke jüdischer Komponistinnen der letzten 200 Jahre. Ein musikalischer Raum, der sowohl Entdeckungen ermöglicht als auch ein bewusstes Zeichen für ein lange überhörtes Repertoire setzt und den Blick für ein reiches musikalisches Erbe schärft.

Programm: Sonate Op.11 von Helene Liebman, die Sonata Concertante von Ruth Schonthal, die Old Time Burlesque von Vally Weigl, die Ballade in f-Moll von Minna Keal und „Reflections on a Niggun“ von Sarah Feigin. Prof. Dr. C. Bernd Sucher liest Passagen aus seinem Buch „Rahels Reise“.  

Ein Abend, der weit über das klassische Konzertformat hinausweist: Eine Einladung, Klang und Wort, Vergangenheit und Gegenwart zu erleben und zu reflektieren.

In Kooperation mit Liberale Jüdische Gemeinde München Beth Shalom e. V.

Eintritt: 9 € / 5 €, für Schüler, Studierende, Rentner 

Tickets: www.muenchenticket.de

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