
Sammeln mit Stil
Wie eine Napoleon-Schwester die Antikensammlungen prägte
Die Sonderausstellung „Sammeln mit Stil. Carolin Murat, Ludwig I. und die Antike“ in den Staatlichen Antikensammlungen München erzählt die Geschichte eines außergewöhnlichen Sammlungskaufs vor 200 Jahren. Im Mittelpunkt steht Caroline Murat, Schwester Napoleons, die als Königin von Neapel eine bedeutende Antikensammlung aufbaute. Sie förderte Ausgrabungen in Pompeji und vereinte Funde in ihrem Palast zu einem privaten Museum. Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft musste sie Teile ihrer Sammlung verkaufen. Der Bayerische König Ludwig I., selbst leidenschaftlicher Antikenfreund, erwarb diese Werke und legte damit den Grundstein der heutigen Sammlung in München.
Die Schau zeigt bis 17. Januar erstmals die Sammlung Lipona in ihrer Gesamtheit und verbindet sie mit der Geschichte zweier kunstbegeisterter Persönlichkeiten. Ergänzend werden historische Kontexte, Reisewege und Verbindungen zwischen Neapel und München anschaulich gemacht.
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