Audiovisuelle Narrative The Attention Economy from Sensory Overload to Slow Cinema
The current media ecosystem’s attention economy ranges from ever-shorter moving image forms to their counter-form in slow cinema’s long takes, static shots, and often minimalist sound. This talk discusses the early 2000s dominance of GIFs, memes, and other silent and free-floating fragments of looping audiovisual media, to work out the relationship between these types of short-form media and the attention-reorienting strategies of the film festival circuit’s slow cinema. If media saturation leads to what Tom Gunning calls a “stimulus shield,” then slow films orient our sensorium to another form of attention that draws on distinct visual and auditory stimuli. I will use as my case study two films, »The Adventure of a Married Couple« / »Zan va Shohar Karegar« (Keywan Karimi, Iran, 2013, 12 mins.) and »The Labor of Love« / »Asha Joar Majhe« (Aditya Vikram Sengupta, India, 2014, 94 mins.), both based on a short story by Italo Calvino, and both with no dialogue at all, to discuss their audiovisual strategies and their recycling of short memory-laden fragments of sound.
Die Ringvorlesung »Audiovisuelle Narrative« widmet sich den vielfältigen Formen des Erzählens durch Bild und Ton im digitalen Zeitalter. Sie begleitet die Vorbereitung eines interdisziplinären Graduiertenkollegs und setzt die Reihe des vergangenen Semesters fort. Nach den Beiträgen von Professor*innen und wissenschaftlichen Mitarbeitenden bayerischer Kunst- und Musikhochschulen sowie Universitäten kommen im Wintersemester Gäste aus dem In- und Ausland hinzu.
Im Zentrum der Reihe steht die Verbindung wissenschaftlicher und künstlerischer Perspektiven. Betrachtet werden die politischen, ökonomischen, kulturellen und ästhetischen Dimensionen audiovisueller Narrative: von kürzesten Formaten auf TikTok bis hin zu Streaming-Serien mit mehreren Staffeln. Dabei wird insbesondere beleuchtet, wie im Zuge aktuellen audiovisuellen Erzählens hochspezialisierte künstlerische Praktiken entstehen, wie sie in gesellschaftliche Kontexte hineinwirken und von breiteren Nutzergruppen aufgegriffen und adaptiert werden – etwa durch die Anwendung kunstnaher Verfahren in sozialen Medien und digitalen Tools, zunehmend auch unter dem Einfluss von KI.
Die Ringvorlesung lädt das Publikum zudem ein, über Dynamiken des Transfers von Wissen und Ästhetiken ins Gespräch zu kommen.
Eintritt frei
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