Lars Redlich

Do 5.11., 19.00 Uhr
Unaufhaltsam unterhaltsam!

Ja, den Titel muss man zweimal lesen. Aber wer es in Zeiten von Tik Tok & Co. und Aufmerksamkeitsspannen von maximal vier Sekunden bis hierhin geschafft hat – Gratulation! Automatisch ist man für die neue Musik- Comedy-Show von Lars Redlich qualifiziert, bei der es wieder heißt:
Hochklassiges musikalisches Entertainment trifft auf locker-flockigen Humor mit Köpfchen. Normalerweise folgt jetzt an dieser Stelle eine Lobhudelei auf den Künstler und seine Show – fast immer von ihm selbst verfasst. Um diese - mir unangenehme - marktschreierische Selbstbeweihräucherung zu
umgehen, mach ich`s einfach ehrlich: Kommt vorbei, wird `n super Abend, ich freu mich auf Euch! Euer Lars.
Für alle, die doch eher das gewohnte Marketing bevorzugen, hier der klassische Text (langweilig): 18 Comedy- und Kabarett-Preise sprechen für sich und auch in seinem neuesten Coup wirbelt Lars Redlich über die Bühne, mixt gekonnt Parodie und Ironie, Wortwitz und Dichtkunst, musiziert, schauspielert und improvisiert ohne Unterlass und das auf höchstem Niveau: Mit raffiniertem Witz statt Lautstärke und intelligenten Pointen statt verbaler Inkontinenz.
Erfahren Sie Dinge, die Sie nie erfahren wollten, z.B. was Techno-Fans und junge Eltern gemeinsam haben, wie es klingen würde, wenn Pavarotti auf Fettes Brot trifft und warum Warteschleifenmusik ein ähnliches Aggressionspotential wie Frischhaltefolie hat. Freuen Sie sich auf krachende Kalauer wie „Herzrasen ist nur eine andere Bezeichnung für Brustbehaarung“, verstehen Sie, warum „Kaff“ von Kafka kommen muss und Goethe eher ´n Chiller war. Da – tzm! Ein Highlight und schon Tradition wird wieder die „Lebendige Jukebox“ sein: Auf Zuruf wird fast jeder Liederwunsch gesungen und improvisiert, was in der Regel zu Lachsalven und Rudelsingen führt. Sie merken, Sie können sich auf einen unaufhaltsam unterhaltsamen Abend freuen!

Man weiß nicht genau, wann und warum es damit angefangen hat, aber man vermutet, dass sich Lars' Liebe zur Musik während der neun Monaten vor seiner Geburt – wahrscheinlich durch das laute Gesinge seines Vaters zur Neuen Deutschen Welle und die sanften Töne von Nicoles „Ein bisschen Frieden“, die seine Mutter abends immer summte – entwickelte.
Armer Junge!
In Berlin aufgewachsen, genoss er einige Jahre die vielgehasste fruhmusikalische Erziehung und tauschte dann im Alter von neun Jahren die mittelmäßig attraktive Blockflöte gegen eine Klarinette – mit der er bei „Jugend Musiziert“ den einen oder anderen Preis bekam und natürlich im Schulorchester spielte.
Braver Junge!
Während der Pubertät bemerkte Lars jedoch, dass man mit Blasinstrumenten bei den Mädels keine Punkte landen konnte, schnappte sich die Gitarre von seinem Bruder und erarbeitete sich so die Poleposition am Lagerfeuer.
Kluger Junge!
Er spielte und sang in verschiedenen Coverbands und wurde somit Zeuge von etlichen Hochzeiten, runden Geburtstagen und betrunkenen Gästen, die auch mal mitsingen wollten! Davon stark geprägt, stellte er fest, dass alkoholisierte Engländer besser singen als alkoholisierte Deutsche, und entschied sich, nach seinem Abitur Musik und Sport zu studieren, um diesen Missstand zu beheben.
Da ein Lehramtsstudium eher eine subventionierte Dauerparty ist, fiel es Lars schon schwer, nach drei Jahren „n bisschen Jammen hier und n bisschen Ballspielen da“ zum Studiengang Musical an der Universität der Künste Berlin zu wechseln. Eine der lustigsten Situationen überhaupt war wohl Lars' erste Ballettstunde … zumindest fur seine Kommilitonen. Nach vielen weiteren Tanz-, Gesangs-, und Schauspielstunden vereinnahmte ihn dann die große Unterhaltungs-Industrie und er spielte Hauptrollen in u.a. „Mamma Mia!“, „Grease“, „Hairspray“, der „Rocky Horror Show“ und am „Friedrichstadtpalast“, sang bei „Carmen Nebel“, dem „ZDF-Fernsehgarten“, dem „Classic Open Air“ und war in verschiedenen TV-Serien zu sehen.
Die große Portion an Kreativität und Variabilität in Kombination mit dem Willen, „Unaustauschbares“ auf der Bühne zu präsentieren, führte dazu, dass der sympathische Multi-Instrumentalist parallel zu seinem anderen Buhnenleben sein selbstironisches Solo-Programm „Lars but not least“, eine so noch nicht dagewesene Kombination aus Show, Kabarett, Musikcomedy und eigene Songs, sowohl mit ehrlichen und nachdenklichen Tönen als auch mit mitreißenden Momenten und intelligentem Humor, ins Leben rief.
So ganz hatten ihn die 80er Jahre zum Glück wohl doch nicht versaut!

Quelle: Veranstalter

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