Sensing Sites
Koloniales Gedächtnis in Bayern. Wissensordnungen, Sammlungen und Leerstellen

Sa 28.11., 19.00 Uhr
Diskursabend mit Dr. Ibrahima Sene und Dr. Holger Stoecker

Das Projekt Sensing Sites – eine dekoloniale Gedächtnissuche lädt zum Diksursabend in den Habibi Kiosk ein.

Ibrahima Sene, Germanist und Historiker für afrikanische Geschichte, beleuchtet im ersten Vortrag des Abends die kolonialen Verflechtungen Bayerns und befasst sich mit Schwarzer Geschichte sowie afrikanischen Perspektiven als Teil einer zeitgemäßen inklusiven Erinnerungskultur. Seine Arbeit zeigt, wie koloniale Vergangenheit bis in die Gegenwart nachwirkt und welche Rolle lokale Erinnerungsorte bei der Sichtbarmachung von Leerstellen spielen. Dabei verbindet er historische Forschung mit aktuellen Debatten um Dekolonisierung, Restitution und gesellschaftliche Teilhabe.


Anschließend spricht Holger Stoecker über koloniale Provenienzen in der Staatssammlung für Anthropologie München. Ausgehend von den Sammlungsbeständen fragt er, welche Geschichten wissenschaftliche Sammlungen über koloniale Gewalt, Wissensproduktion und den Erwerb menschlicher Überreste und anderer Objekte erzählen. Sein Beitrag zeigt, wie Provenienzforschung verborgene Zusammenhänge sichtbar macht und neue Perspektiven auf den Umgang mit kolonialem Erbe, Erinnerungskultur und Restitution eröffnet.

Quelle: Veranstalter

Theaterkasse, Tel. 2 33-9 66 00 (Mo-Sa 11.00-19.00 Uhr, So & Fei geschlossen), Kartenansage: Tel. 2 33-9 66 01

Eintritt frei


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