UHPA überwintert im ersten Basislager

16.12. bis 11.4.
Projekt von Judith Egger

Im Focus Year von Public Art München war UHPA - die United Holobiontic Protection Alliance - im Sommer 2026 erstmals in einer groß angelegten öffentlichen Performance in Erscheinung getreten. Nach einem ersten Keimling der künstlerischen Graswurzelbewegung, die Judith Egger 2025 gründete, war „Der große ungeordnete Aufmarsch der Holobionten“ in einem kollektiven, ungeordneten und freudvollen Marsch durch die Stadt gezogen. In der Prozession einer großen Kohorte holobiontischer Wesen hatte UHPA für einen Perspektivwechsel und die Gleichberechtigung aller menschlichen und nicht-menschlichen Lebewesen demonstriert.

„Holobiont“ ist ein Konzept aus der Biologie, das sich auf eine Gemeinschaft von Organismen bezieht, die in einer Symbiose miteinander leben und als eine einzige funktionelle Einheit betrachtet werden, als eine Art Ökosystem oder Metaorganismus. Die Eigenschaften eines
Holobionten sind instabil; es gibt jedoch einen fortwährenden transformativen Dialog zwischen
allen darin verbundenen Organismen. Der Mensch selbst ist ein klassisches Beispiel eines Holobionten. Auch Tiere, Pflanzen, ja sogar die Erde ist ein einziger großer Holobiont, in dem der Mensch nur eine bescheidene Rolle spielt.
Als selbst wachsender, kunstvoller Organismus zieht UHPA nun ins MaximiliansForum ein und schlägt sein Winterlager auf. Dies nicht, ohne auch dort einen Ort zu schaffen, an dem holobiontische Ideen und Formen wirken. UHPA lädt zu Veranstaltungen und Workshops ein, die uns für ein neues Bewusstsein übergreifender gemeinschaftlicher Existenz inspirieren, um im Frühjahr erneut an der Oberfläche auszuschlüpfen.
Während der Zeit der Überwinterung wird in den Ausstellungsräumen ein Loop des Films von Severin Vogl und Felix Hentschel zu sehen sein. Sie haben aus dem
dreistündigen Material vom "Großen ungeordneten Aufmarsch der Holobionten", der am 25. Juli 2026 durch die Münchner Innenstadt führte, ein 6,5 minütiges Destillat hergestellt.
Im Winterlager sind außerdem ein Teil der Werkstatt von Judith Egger, sowie Kostüme der Holobionten zu sehen, die sie größtenteils in einem Pflanztunnel in ihrem Garten gefertigt hat. Einige Einzelstücke haben beteiligte Künstler:innen selbst hergestellt. Das Zelt und der Ausstellungsraum werden als Basislager und Winterwerkstatt genutzt - um Kostüme zu reparieren oder neue zu bauen. Weitere Utensilien wie der Leiterwagen und
andere holobiontische Accessoires werden ebenfalls zur Schau gestellt. Es lohnt sich, auch zwischen den einzelnen Veranstaltungen mal vorbeizugehen, der Raum wird sich verändern.

Quelle: Veranstalter

Eintritt frei

MaximiliansForum - Passage für Kunst und Design
Maximilianstr. 42, 80539 München
www.maximiliansforum.de

Öffnungszeiten:
▫️ Ständig einsehbar

🎫 Eintrittspreise:
▫️ Frei

🚌 Anfahrt (MVV & MVG):
▫️ Tram 16, 19 & 21: Maxmonument
▫️ S-Bahn, Tram 16, Bus 132: Isartor

Anfahrt mit dem MVV Anfahrt mit dem MVV

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